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Tag 2 - Wasserburg Trakai, Berg der Kreuze und Riga

Nachdem wir in der Unterkunft lecker gefrühstückt hatten ging es nun 30 km weiter zur Wasserburg Trakai. Hier waren wir wohl etwas zu früh dran, obwohl es schon 11 Uhr war. Aber los war hier irgendwie nichts. Die Burg fand ich persönlich sehr schön, da hätte es mir damals auch gut gefallen. ;-) Sie wurde im späten Mittelalter, im 14. Jahrhundert, erbaut und befindet sich auf einer Insel inmitten der Galvésee. Diese umschließen die Burg und dienten quasi als natürlicher Schutz vor Angriffen.

 

Nun die erste lange Strecke - auf zum Berg der Kreuze mit über 40.000 Kreuze auf über 4600m2. Ein Pilgerort für Gläubige und ein Wallfahrtsort auf dem Weg nach Riga. Es ist eine echt skurrile Ecke, den so viele Kreuze auf einem Haufen habe ich noch nie gesehen! Man fühlt sich ganz klein, wenn man durch die vielen verschlungenen Wege inmitten der Kreuze spaziert. Meterhohe Kreuze neben ganz vielen kleinen Kreuze. Rosenkränze neben Vogelnestern, die es sich in den Hohlräumen verschiedener Kreuze bequem gemacht habe. Man wird ganz ehrfürchtig und leise. Das Klimpern der Rosenkränze und Kreuze war echt interessant. Selbst frisch vermählte Brautpaare reisen hier her und nutzen den Berg als Hintergrund für ihre Fotoshootings, von dem wir auch Zeuge werden konnten. Auf dem Rückweg zum Auto stellen wir fest, dass es natürlich auch einen Souvenirladen gibt, wo man Kreuze kaufen kann, die man dann zum Berg der Kreuze bringt. Wieder etwas Internetwissen: Bereits Anfang des 20.Jhdt. war der Berg der Kreuze weltweit bekannt. Nachdem die Gegend von der Sowjetunion besetzt wurde, wurden alle hölzernen Kreuze verbrannt und die metallenen in den Schrotthandel gegeben, die Stein- und Betonkruzifixe wurden zerschlagen, vergraben oder im Bach versenkt. So wurden ca. 500 Kreuze vernichtet. Seit 1988 ist es nicht mehr nur Eigentum von Litauen, sondern auch der ganzen Welt und es pilgern jährlich viele Menschen zum Berg der Kreuze, weswegen sich nun mittlerweile mind. 100.000 Kreuze, einschließlich der Gebetstöcke, Betsäulen, Skulpturen und aufgehängten Rosenkränze dort befinden.

 

Auf dem Weg nach Riga, Papa wieder am fahren - und es wird sich herausstellen, dass er auch den Rest des Urlaubes fahren wird ;-) - suche ich nach einem Hotel für uns in Riga - unserem nächsten Stopp. Wir haben nämlich - bis auf die erste Unterkunft - nichts vorgebucht, damit wir flexibel bleiben und spontan auch umplanen können! Nun sind wir in Riga, schlendern durch die Altstadt und gönnen uns ein regionales, deftiges Gericht in einem schönen Lokal mitten in der Altstadt. 

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