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Tag 3 - Riga, Münchhausen, Pärnu

Nachdem wir nun in Riga angekommen sind, und abends noch essen waren, ging es nun heute auf Erkundungstour. Zunächst liefen wir zum Jugendstilviertel und schauten uns die Künste an, die nur kurz gelebt haben. Der Jugendstil entstand um die Jahrhundertwende des 19. und 20. Jahrhunderts und ebbte ganz schnell wieder ab. Das Viertel ist zusammen mit den anderen Aspekten der Altstadt Rigas - der mittelalterlichen Bebauung und der Holzarchitektur aus dem 19.Jhdt. sogar UNESCO-Weltkulturerbe geworden. Das was man hier an Jugendstil findet, findet man sonst nirgendwo in dieser Verbreitung und Qualität. 

 

Dann ging es in die Altstadt und zum Markt in der Zeppelin-Halle. Der Markt hat an 364 Tagen geöffnet - bis auf den 24.6., dem Johannistag - und empfängt ca. 140.000 Besucher täglich. Es besteht aus mehreren riesigen Markthallen und man sich hier durchprobieren und allerlei regionales testen. Die Markthallen wurden erst in den 20er-Jahren erbaut, sind also noch gar nicht so alt und die Markthallen sind ehemalige Hangare für Zeppeline, die die Deutschen genutzt hatten. Vegetarier sollten sich aber nicht in den Fleisch- und Fischhallen aufhalten (und die Bilder unten nur mit Vorsicht genießen). 

 

Gemütlich ging es zurück zum Hotel und um 14 Uhr los in Richtung Pärnu. Unterwegs hielten wir im Münchhausen-Park und machten eine ca. 5,6km und etwa 1,5 Stunden lange, Wanderung mit verschiedenen Holzfiguren entlang der Holzstege, welche die Geschichten von Münchhausen verbildlichen. Wir stoppen zwischendurch am Strand und genießen die warmen Sonnenstrahlen, ehe es im Rundgang zurück zum Auto geht. 

 

Dann ging es weiter nach Tuja, dort wollten wir eigentlich nur einen kurzen Fotostopp machen, als direkt eine Frau im Jeep angefahren kam und von uns 3€ verlangte. Also bezahlten wir und machten aus dem kurzen Foto-Stopp doch noch eine längere Tour am Strand. Papa fand sofort einen Bernstein und ich ein wenig später auch. Da haben sich die 3€ ja dann doch wieder gelohnt. Nur wie erkennt man Bernstein? Wir kannten den Trick, dass es den sogenannten Lichttest besteht, also die Sonnenstrahlen noch durchbrechen können. Gerade habe ich nochmal gegoogelt und weitere Tipps gefunden: 

 

  • Bernstein brennt - naja, das sollte man sich gut überlegen, wenn man den Stein behalten möchte ;-) 
  • Bernstein schmilzt  und duftet im heißen Zustand
  • Bernstein ist elektrisch - reibt man diesen an Wolle oder Seide, zieht es Papierfetzen wie magisch an
  • Klopftest - Bernstein fühlt sich weicher an im Gegensatz zu Steinen, die hart auf dem Zahn klackern
  • In feuchtem Zustand glänzt der Edelstein

 

Da wir beide wohl nun mehr oder weniger Bernstein gefunden haben geht es weiter nach Pärnu, die Zeit bleibt ja leider nicht stehen. Wir kamen auf eine Schotterpiste, die mich an die Piste in den Alabama-Hills erinnerte. Es rappelte und rüttelte ordentlich. Papa gab dann nun ordentlich Gas und wir flogen nur so über die Piste, mit einem lausbübischen Grinsen väterlicherseits. ;-) In Pärnu angekommen war das Touristinfo schon geschlossen und das Netti-Hotel, welches eigentlich ins Auge gefasst hatten, stand zum Verkauf. Also ging es zum Koidula-Hotel, welches es sich gut bezahlen lässt. 75€ für ein einfaches Zimmer mit Wlan in der Lobby und ein einigermaßen akzeptables Frühstück. Gegessen haben wir beim Stefani-Pizzeria, schön voll und beliebt und lecker (und scharf/knoblauchlastig). Nachdem wir in der Lobby noch Cidre/Bier getrunken und gesurft haben, ging es nach einem längeren Plausch ins Bett.

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