· 

Tag 4: Soomaa-Nationalpark, Tallinn

Heute stand wandern im Soomaa-Nationalpark an. Soomaa NP ist ein Moorgebiet zwischen Pärnumaa und Viljandimaa und ist während der Schneeschmelze oder den langen Regenfällen überschwemmt. Das heißt, die tiefer liegenden Wälder, Straßen und Höfe stehen unter Wasser und man kann hier nur mit Boot reisen. Als wir da waren, war aber alles trocken und so konnten wir die Moorgebiete bewundern.

 

Wir fuhren in Richtung Info-Zentrum und erst einmal daran vorbei. Auf dem Rückweg sahen wir es dann doch und informierten uns über die verschiedenen Wanderwege und deren Zustände. Zuerst ging es den Bibernpfad - oder auch Koprarada -  entlang, welcher direkt am Informationszentrum beginnt. Moore und Seen waren zu sehen, außerdem auch ein Fluss in der die Biber leben und etliche Bäume von ihnen gefällt wurden. Das erkennt man auch sehr schön an den Kegelförmigen Spitzen und Baumstümpfen. Der Weg war schön, aber die Stechmücken ein ewiger Begleiter. Zum Glück hatten wir uns vorher noch eingesprüht - Stiche haben wir keine abbekommen, obwohl wir echt viele Stechmücken gesehen haben und eine auf meinem Hals gesessen hat. Nicht alle Strecken waren ganz, teilweise waren die Holzstege kaputt und nur die Bohlen darunter dienten als Weg, denn der Erdboden war sehr matschig. 

 

Der zweite Wanderweg, der Riisa-Lernpfad, war sehr schön und ein totaler Kontrast zu dem ersten. Ca 5,6km lang und durch Moor, Auen und Wäldern entlang. Alles verfärbte sich schon herbstlich und es war eine supertolle Stimmung. Wir sind dort gerne entlang gewandert und es sind tolle Fotos entstanden. Leider konnten wir uns da nicht allzu viel Zeit lassen, denn der Himmel verfärbte sich immer dunkler und irgendwann fielen auch ein paar dicke Regentropfen. Im Auto angekommen fing das Gewitter ordentlich an und es schüttete wie aus Eimern. Da hatten wir ja nochmal ordentlich Glück gehabt...

Auf nach Tallinn. Ein wenig in Tallinn verfahren kamen wir im schönen Hotel an. Mitten in der Altstadt und direkt vor Toren in die Innenstadt Tallinns und auch gar nicht teuer. Da habe ich mal wieder gut ausgesucht. Tallinn selbst scheint ein teures Pflästerchen zu sein mit hohen Preisen und sehr, sehr viel Tourismus. Schon zu viel Tourismus für meinen Geschmack. Dennoch haben wir uns entschieden eine Nacht länger als geplant zu bleiben. Wir wollen mal einen Tag Ruhe haben und mal ausschlafen können. Auf Empfehlung des Reiseführers sind wir zu einem Restaurant gegangen, das typisch estnisches Essen anbietet. Das war zwar wohl der Fall, aber alles sehr überteuert. Papa hatte direkt schlechte Laune und sich überhaupt nicht wohl gefühlt. schnell gegessen und raus aus dem Restaurant. Eigentlich wollten wir noch ein Bierchen trinken gehen. Aber die Stimmung kam nicht mehr so wirklich auf. Also zurück ins Zimmer und ein wenig entspannen. Das tut auch mal gut. ;-)

Kommentar schreiben

Kommentare: 0