· 

Tag 6 - Gauja Nationalpark

Heute war eher ein Tag zum Strecke machen. Wir sind etwas mehr als 4 Stunden gefahren und steuerten das Gauja-Nationalpark an. Der größte Nationalpark im ganzen Baltikum.

 

Es hat den ganzen Tag geregnet und die Schule hat (nach drei Monaten Ferien) heute wieder angefangen. Und das merkt man auch deutlich: Die Saison hat aufgehört! Die Seilbahn fährt seit gestern für eine Woche nicht mehr, überall sind Wanderwege gesperrt, weil dort repariert wird. Wir konnten nicht wirklich wandern gehen. Also gingen wir zurück zur Pension und fragten den Menschen, wo man denn noch gut wandern könnte. Er zeigte uns einen Weg, meinte, dass das eher ein einfacher Fußweg wäre, aber es wäre in ca. 2,5 Stunden zu schaffen.

 

Wir nahmen natürlich die falsche Treppe. Diese war auch gesperrt und wir sagten uns dann: Scheiss drauf, wir nehmen sie jetzt trotzdem. Am Anfang war alles noch gut, je tiefer wir aber kamen, umso mehr lose Bretter lagen herum. Wir kamen aber trotzdem bis ganz nach unten zum vermeintlichen Fluss. Wir stellten unten dann fest, dass wir uns verlaufen hatten und eigentlich eine andere Treppe hätten nehmen müssen. Also ging es wieder hoch und da sahen wir dann auch schon die richtige Treppe. Laut runtastic sind wir 700m gelaufen und haben dafür 35 Minuten gebraucht Ha - ha - ha. Da wir nicht schon aufgeben wollten, sind wir dann die richtige Treppe runter gelaufen. Es war ein schöner Weg, aber auch sehr "deutsch". Also nichts ungewöhnliches. Auf dem Weg begleitete uns immer das Schloss, welches immer wieder schöne Motive abgab. Und dann hieß es irgendwann wieder: Stufen rauf, sonst kommen wir nicht hoch. Also, man muss ja schon sagen, die Balten, die habens irgendwie mit den Wegen. Entweder sind da Stege, Spänen oder halt Treppen... Ich finde ja Treppen irgendwie anstrengender als eine normale Steigung. Nun ja. So ist das halt.

 

Oben angekommen mussten wir erst einmal verschnaufen und dann steuerten wir direkt ein Hotel an, nachdem wir uns in dem 10.000 Einwohner-Stadt erst einmal verfahren haben. Gott sei Dank gibt es in der heutigen Zeit auch Navis, welche uns Zeit und Nerven sparen. Wir steuerten das Restaurant Sigulda an und speisten dort sehr gut im 3-Gänge-Menü. Geschmeckt hat es allemal! Nun trinkt Papa weiter in der Bar der Pension sein Bier und ich bin im Zimmer und verbringe ein bisschen Zeit für mich. Morgen früh wollen wir evtl. mit dem Kanu 8km fahren und dann weiter in Richtung Klaipeda fahren. Entweder direkt dorthin oder irgendwann auf dem Weg halten und spontan in einem Hotel schlafen. Mal sehen, wie weit wir morgen kommen werden.

Kommentar schreiben

Kommentare: 0