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Wandern auf dem Pyrmonter Felsensteig

Nachdem wir unsere neuen Wanderschuhe besorgt haben und zudem der Wetterbericht den ganzen Tag Sonne vorhersagt hatte, entschieden wir uns, heute auf jeden Fall ein paar Stunden wandern zu gehen. 

 

Es sollte der Pyrmonter Felsensteig werden, was allerdings nicht die beste Entscheidung war, wie sich später herausstellen sollte. Zudem haben meine Kamera und ich uns heute nicht so gut verstanden, so dass es nur ein paar Eindrücke von meinem Handy gibt. Die können sich aber auch sehen lassen, heutzutage ist die Bildqualität ja nicht mehr so schlecht. 

 

Den Vormittag verbrachten wir zunächst in der Biwackschachtel, um neue Wanderschuhe für Peter zu finden. Ich kann diesen kleinen Laden nur empfehlen. Natürlich sind die Preise etwas höher als im Internet, dafür bekommt man aber eine erstklassige und auch stundenlange Beratung (Peter brauchte zwei Stunden, um seine passenden Schuhe zu finden). Der Verkäufer weicht einem nicht von der Seite und hat ganz viel Geduld. ;-)). Wir fühlten uns da gut aufgehoben und haben uns jeweils Schuhe von Hanwag ausgesucht. Meine sind aus Vollleder, seine aus Leder und Goretex. 

 

Nachdem die passenden Schuhe gefunden worden waren, ging es direkt zur ersten Bewährungsprobe. Es war Sonnenschein vorhersagt, also wollten wir auch den Tag nutzen. Erst haben wir den Parkplatz aufgrund meiner miserablen geographischen Fähigkeiten nicht gefunden. Als wir es dann aber doch fanden, zeigte sich uns dieses Bild: 

Da kann es ja nur gut los gehen! Da es ein Traumpfad-Weg war, war es auch wunderbar ausgeschildert, so dass wir uns auch ohne Karte zurecht fanden. 


Da ich zurzeit kein GPS-Gerät habe, ist mein Handy bzw. GoogleMaps meine Hilfe. Mit dem Traumpfade-Buch konnte ich die Wanderrouten runterladen und als GPS-Datei speichern. Das ist ganz praktisch, wenn man keine richtige Karte zur Hand hat.

 

Zunächst ging es in kleinen Serpentinen im Wäldchen bergauf. Dort hatten wir auch noch einmal einen wunderbaren Blick auf den Wasserfall und die Burg Pyrmont oben drüber. Aber von Sonne keine Spur weit und breit! Ja, wo sind wir denn hier? Nur Nebel und Nebel und Nebel. Auf dem Weg hier hin habe ich gesehen, dass die Sonne sich versucht durchzukämpfen und bei 2-3 Strahlen hab ich selbst auch schon gestrahlt und war guten Mutes, dass wir auf unserer Wanderung die Sonne noch sehen würden. Aber dann eben nicht, das macht diesen Traumpfad auf keinen Fall schlechter! 


Weiter bergauf kamen wir schon an unseren höchsten Punkt auf dieser Strecke, wie sich später herausstellen sollte. Dort gingen wir entlang schroffer Felsen und Steine und es bot sich abermals ein schöner Blick auf Burg Pyrmont. Schnell ging es an der Burg vorbei wieder bergab. Wir queren eine Straße und tauchen ein in ein schönes Wäldchen. Wir stellen fest, dass sehr viele Bäume entwurzelt und umgestürzt sind. Die Elzbach war in meinen Augen auch kein Bach mehr, sondern hatte schon Ausmaße eines Flusses genommen, welches sich auch sehr schnell bewegte. Trotz dieser Anblicke genoss ich unsere Wanderung auf dem Felsensteig. 


Dann mussten wir doch einen ziemlich breiten und auch tiefen Bachlauf queren, der sich seinen Weg über den Traumpfad gesucht hat. Das hätte eigentlich schon ein erstes Vorzeichen geben müssen. Nach dem wir über den Bachlauf gesprungen bzw. mit einem Fuß am anderen Ende IN den Bachlauf gehüpft sind (anders kam man gar nicht rüber) hatten wir zwar je einen nassen Schuh, aber das störte uns keineswegs. Denn die Hülle der Schuhe ist wasserdicht, so dass gar kein Wasser eingedrungen ist. Nur bei Peter ist noch von oben Wasser in den Schuh eingedrungen - mit seiner Jeans hat er halt versucht nicht nass zu werden, und die Hose hoch gekrempelt. Ich hingegen habe meine Wanderhose einfach lang gelassen, so kam gar nicht erst die Möglichkeit auf, dass Wasser von oben in meine Schuhe eindringen kann. 


Wir gingen dann noch ein Stück weiter und stellten dann fest, dass der Weg zurzeit auf einer Insel ist. Denn die Elzbach teilt sich weiter vorne in zwei Bäche und der Bachzulauf, über den wir gehüpft sind, ist wieder die Zusammenführung des Elzbaches. Wir hätten schwimmen müssen, hätten wir den Traumpfad weiter gehen wollen. ;-) Es war ein einziger, tiefer und breiter Fluss und wir haben eine Weile überlegt, ob wir irgendwie anders daran vorbei gehen können. Wir entschieden uns dann doch für die Rückkehr und so konnten wir den Rundgang nicht zu Ende führen. 


Dennoch war die Wanderung sehr schön und wir waren ca. 3 Stunden unterwegs. Durch die Wassergeschichte haben wir nur die Hälfte des Rundweges geschafft. Mit nassen und schlammverkrusteten Schuhen kommen wir am Auto an. Als wir unsere Heimkehr entlang der Mosel bestritten, stellten wir fest, dass wir Hochwasser haben - einige Straßen waren gesperrt. So darf ich auch immer wieder merken, dass ich hier - so ohne lokalem Radio und Zeitung - eigentlich gar nichts mit bekomme. Mal schauen, ob ich das irgendwie verbessern kann. 

Mittlerweile weiß ich, dass man auch schon vorab Informationen über die Wegbeschaffenheit der Traumpfade findet.

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